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CAJON WORKSHOP MIT MATTHIAS PHILIPZEN

Der Rythmus bestimmte alles...

Am 16.09.2009 gab es mal wieder einen außergewöhnlichen Workshop-Nachmittag bei J&M Musikland. Matthias Philipzen gab einige Stunden lang sein ganzen Können zum Besten. Diese komische Holzkiste, die auf den Namen Cajon (gespr. Kachon) hört und auf der man so schön rumhämmern kann, wird immer beliebter. Und so kam ein, von Jung bis Alt und von Anfänger bis Profi gemischtes Puklikum, um dem Meister auf die Hände zu schauen.

Der zeigte dann eine Vielzahl von Schlagtechniken, Sounds und Grooves und ging sehr einfühlsam auf die unterschiedlichen Workshopteilnehmer ein. Die Begeisterung war so groß, dass einige gleich noch den 2. Teil des Workshops mitnahmen. Ein sehr interessanter Nachmittag mit interessanten Menschen und einem sympatischen Matthias Philipzen, den wir in Erfurt sicher nicht das letzte Mal gesehen haben...

  

Andre (J&M Musikland) bei der Vorbereitung

die Beginner

der Meister bei der Arbeit

Andre Sommer und Matthias Philipzen

mit viel Energie

die Fortgeschrittenen

unterschiedliche Techniken

und auch Zeit für ein Gespräch

Es rappelt in der Kiste - eine Nachlese von Carsten Ludwig aus Erfurt (Workshopteilnehmer)

Auf der Suche nach musikalischer Vielfalt bin ich vor einem Jahr über die Cajon, die Kiste oder die Box, gestolpert. Ich habe mir mit einer DVD von Conny Sommer die ersten Schläge beigebracht aber gemerkt, dass mir das nicht reicht. Der Workshop in Erfurt am 16. September kam also wie gerufen, die Cajon mal live von einem Profi zu erleben. Wer bis dato Matthias Philipzen nicht kannte, erlebte am Mittwoch einen sympathischen, schlagzeug- aber vor allem kistentechnisch versierten, handwerklich einwandfreien Musiker, der es zudem verstand, das was er tut auch dem unkundigen Publikum zu vermitteln. Es war für alles gesorgt und er brachte gleich eine Menge – hervorragender – Cajons und allerlei „Geschüttel“ von der Fa. Schlagwerk mit. Der Workshop für Fortgeschrittene begann mit einzelnen Schlagübungen auf der Cajon, die das ganze Klangspektrum der Cajon zeigten – eben ein kleines Schlagzeug. Anschließend konnte man sich mal so richtig eingrooven und sehen, welche Möglichkeiten die Cajon mit verschiedenen anderen Perkussionsinstrumenten bietet. Ob mit HiHat, Shaker, Besen oder HotRods – alles war möglich und es klang, zumindest bei Matthias, extrem ausbalanciert und tight. Ich war überrascht, welche stilistischen Möglichkeiten mit der Kiste möglich sind. Im späteren Workshop für Lehrer ging es dann richtig zur Sache und Kenntnisse der verschiedenen Musikstile und Drumbasics waren von erheblichem Vorteil. Wichtig, und das zeichnet meiner Meinung nach Workshops aus, sind für mich aber ebenso die Gespräche zwischendurch. Das kann eine DVD leider nicht vermitteln. Hier konnte ich mehr über Matthias erfahren, seinen schlagzeugtechnischen Hintergrund (Drummers Collective New York) oder seinen Weg zur Cajon, seine bevorzugte Spielweise und vieles mehr. Alles in allem ein sehr schöner Abend mit vielen Anregungen, guten Gesprächen. Aus meiner Sicht für J & M ein gelungener Auftakt für weitere Workshops dieser Art. Nun überlege ich mir, ob ich in Zukunft weiterhin das Schlagzeug aufbaue oder einfach meine Kiste hinstelle...

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