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Infos zu E-Gitarren

So, du hast also ernsthaft vor, E-Gitarrist zu werden. Na dann wollen wir dich mal in die Thematik einführen. Du brauchst natürlich erst mal eine E-Gitarre. Bei einer E-Gitarre wird der Ton durch die Schwingung der Saiten erzeugt, die - anders als bei einer Akustikgitarre - von einem Tonabnehmer in elektrische Wechselspannung umgesetzt werden. Damit du auch den typischen Sound einer E-Gitarre erhältst, musst du diese Spannung einem Verstärker oder Mischpult zuführen. Du benötigst also auch noch einen Verstärker (Amp). Für den E-Gitarristen gibt es eine ganze Menge Zubehör zum eigentlichen Instrument. Einiges wirst du sofort brauchen, anderes ist sicherlich erst sinnvoll, wenn du dein Gitarrenspiel schon etwas entwickelt hast und die Spielfreude nach wie vor ungebrochen ist.

Material und Verarbeitung sind bei einer E-Gitarre entscheidend, auch wenn es sich um ein elektrisches Instrument handelt. Hieraus ergeben sich genau die Unterschiede, die dann auch die sehr unterschiedlichen Preise hervorrufen. Der Korpus besteht aus Holz, allerdings ist er, im Vergleich zur Akustikgitarre, massiv konstruiert. Man spricht auch vom sogenannten Solidbody. Der verhindert bei einer hohen Verstärkerleistung oder hohen Bühnenlautstärke Rückkopplungen.

Der Sound der Gitarre wird von der Art des Materials, dessen Beschaffenheit und der Form des Klangkörpers beeinflusst. Die Gitarrenhersteller verwenden ganz unterschiedliche Hölzer, z.B. werden Esche und Erle von Fender eingesetzt, von Gibson Mahagoni und Koa. Daneben werden die Hölzer auch kombiniert, z.B. der Korpus aus Mahagoni mit einer Decke aus Ahorn bei Gibson Les Paul oder bei Alembic eine mehrstreifige Hals/Korpuskonstruktion aus Ahorn, Wallnuss und anderen Hölzern. Grundlegend lässt sich zur Qualität folgendes feststellen: Für eine preiswerte Gitarre werden meist Hölzer schnell wachsender Waldbäume verwendet. Diese sind an den unregelmäßigen Jahresringen erkennbar. Für erstklassige Gitarren kommt das ausgesuchte Deckenholz dagegen von langsam und ebenmäßig gewachsenen, freistehenden Fichten aus den oberen Gebirgsregionen in Frage. Dieses muss zudem jahrelang in gut belüfteten, temperierten Räumen aufbewahrt werden und auf natürliche Weise trocknen, bevor es verarbeitet werden kann. Das können in einigen Fällen über 50 Jahre sein. Du solltest nicht automatisch davon ausgehen, dass eine teuere Gitarre auch eine gute Gitarre ist. Der Preis bietet nicht immer eine verlässliche Quelle für Qualität. Diese sollte eher in den Materialien und deren Verarbeitung gesucht werden, als in den Kosten ihrer Vermarktung.

Dann kommt es noch darauf an, wie der Hals mit dem Korpus verbunden ist, meist ist er verschraubt oder verleimt. In eine entsprechende Fräsung wird der Hals in den Korpus eingefügt und meistens mit 4 Holzschrauben verbunden. Bei einer Verleimung wird der Hals noch tiefer in den Korpus eingelassen und fest zusammenklebt.

Weitere Unterschiede liegen im Detail, die vom Laien nur schwer erkannt werden. An dieser Stelle wollen wir euch mal einige Merkmale nennen, in denen sich die E-Gitarren unterscheiden (vorhanden oder nicht):

  • Anzahl der Tonabnehmer
  • Getrennte Klang- und Lautstärkeregelung für die Tonabnehmer
  • Art der Tonabnehmer: SingleCoil (einfach) oder Humbucker (doppelt)
  • Anzahl der Bünde
  • Vibratorhebel

Tonabnehmer: Bei einer E-Gitarre wird der Ton mittels eines elektro-magnetischen Tonabnehmers gebildet. Dieser besteht aus einer Spule, die um eine Reihe von Dauermagneten gewickelt ist. Die Bewegung der Saiten (Stahl oder Nickel) im Magnetfeld bewirkt ein elektrisches Signal. Dabei entstehen einige Dutzend Millivolt an Wechselspannung, die einem Verstärker zugeführt werden.

Wie schon erwähnt, gibt es zwei Arten von Tonabnehmern, den SingleCoil und den Humbucker. Sie unterscheiden sich in der Spulenanzahl und erzeugen einen unterschiedlichen Sound, SingleCoil (höhenreich, transparent) und Humbucker (größerer Output als SingleCoil). Das folgende Bild gibt dir Aufschluss dazu (links SingleCoil, rechts Humbucker):

Auch ein wichtiges Kriterium für die Preisklasse ist das Herstellerland. Für Einsteiger sind hier Instrumente aus Niedriglohnländern wie Indonesien, Mexiko, China oder Korea zu nennen, aber auch Lizenznehmer von Markengitarren (z.B. Squier, Epiphone) sind geeignete Alternativen zu den im Originalland hergestellten Marken.

Du wirst bestimmt schon entdeckt haben, dass die verschiedensten Modelle von zahlreichen Herstellern angeboten werden. Der grundsätzliche Aufbau einer E-Gitarre sieht folgendermaßen aus:

Grundsätzlicher Aufbau einer E-Gitarren:

Zusammenfassung: Eine billige E-Gitarre ist nicht unbedingt schlechter als eine teure. Der Preis sagt nicht unbedingt etwas über die Fertigungsqualität. Diese hat maßgeblichen Einfluss auf die Bespielbarkeit und die Optik, aber wirkt sich nicht auf den Sound aus. Grundsätzlich kann man sagen, dass du einen guten Kauf gemacht hast, wenn dich deine Gitarre motiviert und reizt, sie immer wieder spielen zu wollen.

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Verstärker (Amp): Da die E-Gitarre ein elektrisches Instrument ist, macht die Funktion natürlich auch nur mit einer elektrischen Verstärkung durch einen Amp (engl. Amplifier) Sinn. Ohne diesen wäre deine Gitarre nicht hörbar, oder anders gesagt, E-Gitarre ohne Amp macht keinen Sinn.

Für den Preis eines Amps sind folgende zwei Kriterien verantwortlich:

  • der Sound bzw. die Möglichkeiten, den Sound einzustellen
  • die Lautstärke (Leistung)

Hier kannst Du genau überlegen, für was du deinen Amp benötigst, z.B. zum Üben zu Hause (10-15 Watt) oder für das Proben mit einer Band (ca. 30 Watt) oder für die Bühne (ab 30 Watt aufwärts). Natürlich kommt es auch daruf an, in welchen Läden deine Band auftritt und was für eine Mugge ihr macht. Deine Stilrichtung ist auch entscheidend für den Sound. Grundsätzlich gibt es zwei klassische Arten von Verstärkern, den Röhrenverstärker und den Transistorverstärker sowie seit etwa 10 Jahren auch die sogenannten Modeling Amps (digital). Der Röhrenverstärker ist im Vergleich zum Transistorverstärker meist teuer, groß, schwergewichtig, empfindlich und somit anfällig für Verschleiß und Defekte und er benötigt eine Betriebsspannung von mehreren hundert Volt. Dennoch gilt für Gitarristen der verzerrte Klang eines Röhrenamps als Maßstab, da er dem Klang einen individuell warm und druckvoll macht. 

Der Transistorverstärker ist dem Einsteiger zu empfehlen, da es mit Transistoren gelingt, gute und preiswerte Verstärker zu bauen. Sie sind weniger anfällig, liefern aber einen spröden Sound, der dich als Neuling aber nicht weiter stören muss. Mit einem digitalen Amp gibt es zahlreiche Möglichkeiten, einen flexiblen Sound zu erzeugen. Amp-Modeling heißt, dass das elektrische Signal einer Gitarre digitalisiert wird. Dieses Signal wird dann beeinflusst und bearbeitet.

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Info Gitarrenverstärkern 

Stimmgeräte: Die Standardstimmung einer Gitarre ist meist E-A-d-g-h-e', das bedeutet jede Saite klingt eine Quarte höher (fünf Halbtöne über der darunter liegenden). Außer die h-Saite, die wird eine große Terz (vier Halbtöne) höher gestimmt.  Als Einsteiger wird es dir zunächst schwer fallen, deine Gitarre selbst zu stimmen. Weil dein Gehör noch nicht ausreichend in der Lage ist, Tonhöhen korrekt zu bewerten. Da findest du aber Abhilfe in Form eines Stimmgerätes.  Der Ton wird vom Stimmgerät entweder mittels eines eingebauten Mikrofons erkannt oder du schließt die Gitarre direkt mit einem Klinkenkabel an das Stimmgerät an. Die meisten Geräte können beides. Du findest zwei verschiedene Arten von Stimmgeräten: chromatische Stimmgeräte, die alle 12 Halbtöne erkennen und einfache Stimmgeräte, die für die sechs Gitarrensaiten konzipiert sind. Natürlich sind auch hier verschiedene Qualitätsstufen zu bekommen.

Effektgeräte: dienen dazu, den Sound der Gitarre maßgeblich zu verändern und so das Gitarrenspiel an den Sound des Songs anzupassen oder ihn speziell dafür zu kreieren. Das kann ein Verzerrer (Overdrive, Distotion etc.), ein Chorus, ein Flanger usw. sein. Für Einsteiger sind zunächst einfache Effektgeräte ausreichend, aber eine Anschaffung ist schon sinnvoll, damit du dich ausprobieren und ein Gefühl dafür entwickeln kannst.

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